Smart Glasses in der Praxis
12:00 bis 14:45 Uhr
Smart Glasses entwickeln sich vom technischen Nischenprodukt zum Alltagsgegenstand. Aktuelle Modelle können fotografieren, filmen, Gespräche erfassen und mithilfe künstlicher Intelligenz Informationen über die Umgebung verarbeiten. Dabei ist für Außenstehende nicht immer eindeutig erkennbar, ob und welche Daten gerade erhoben werden.
Für die rechtliche Praxis entstehen dadurch neue Fragen: Wann ist eine Aufnahme zulässig? Welche Rechte haben Personen, die von einer Smart Glass erfasst werden? Welche Rolle spielt es, ob Aufnahmen nur gespeichert, durch KI analysiert oder anschließend veröffentlicht werden? Und gelten im beruflichen Umfeld andere Maßstäbe als im öffentlichen Raum?
Das Seminar betrachtet Smart Glasses deshalb nicht isoliert nach einzelnen Rechtsgebieten, sondern anhand typischer Einsatz- und Konfliktsituationen. Behandelt werden sowohl die Nutzung durch Privatpersonen als auch Einsatzmöglichkeiten im beruflichen Umfeld.
Schwerpunkte
Was moderne Smart Glasses tatsächlich können: Kamera, Mikrofon, KI-Funktionen und Verarbeitung der erfassten Umgebung
Aufnahmen im öffentlichen Raum: Wann greifen Datenschutzrecht und Persönlichkeitsrechte – und wo liegen die Grenzen privater Nutzung?
Erkennbarkeit von Aufnahmen: Reicht eine Aufnahme-LED? Aktuelle Diskussionen und unterschiedliche Positionen der zuständigen Behörden
Bild und Ton: Rechtliche Unterschiede zwischen Fotografieren, Filmen und dem Aufzeichnen von Gesprächen
Von der Aufnahme zur KI-Analyse: Welche zusätzlichen rechtlichen Fragen entstehen, wenn erfasste Informationen durch KI ausgewertet werden?
Veröffentlichung und Weitergabe: Recht am eigenen Bild, soziale Netzwerke und medienrechtliche Grenzen
Smart Glasses im beruflichen Umfeld: Einsatz durch Beschäftigte und Unternehmen sowie der Umgang mit Personen, die dabei miterfasst werden
Rechte der Betroffenen: Welche Ansprüche bestehen bei unzulässigen Aufnahmen und wie können sie praktisch durchgesetzt werden?
Aktuelle Verfahren und Rechtsentwicklung: Was Gerichte und Aufsichtsbehörden derzeit zu Smart Glasses und vergleichbaren Technologien sagen
Anhand konkreter Beispiele wird gezeigt, wie bestehende rechtliche Maßstäbe auf eine Technologie angewendet werden können, die die Grenze zwischen Wahrnehmung, Aufnahme und KI-gestützter Verarbeitung zunehmend verschwimmen lässt.
Sie erhalten damit eine praxisorientierte Grundlage, um den Einsatz von Smart Glasses rechtlich einzuordnen, Risiken zu erkennen und Mandanten bzw. Unternehmen zum rechtssicheren Umgang mit KI-Brillen zu beraten.
